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Klaus Engling verabschiedet

Vor drei Jahren wurde Klaus Engling mit dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet. Jetzt verabschiedete ihn der pädagogische Leiter der Stiftung Linerhaus, Thomas Röttger, in den Ruhestand. Engling, der ambitionierte Hermann Löns Kenner und -Interpret wird seiner alten Wirkungsstätte verbunden bleiben: Bei Festen und Feiern ist seine Kreativität und Musikalität gefragt.

Auf In der Feierstunde, die im MS-Heim zu Ehren von Klaus Engling vom Linerhaus ausgerichtet wurde, waren neben Kolleginnen und Kollegen auch Schutzbefohlene der diakonischen Einrichtung anwesend. Darüber hinaus waren Gäste und Weggefährten zu diesem besonderen Anlass nach Altencelle gekommen. Jüngster Gast war der 22jährige Ronny Stephan aus Oppershausen (Foto), der vor acht Jahren in der sozialpädagogischen Schülerhilfe von dem scheidenden Therapeuten betreut wurde. Inzwischen ist er Beikoch und hat sein „Leben im Griff“, wie er in bewegenden Worten gestand. Einen selbstgebackenen Kuchen schenkte er dem, dem er „viel verdankt“. Unbefangen erzählte Stephan von „Eselsbrücken“, die ihm Engling gebaut habe, und von pädagogischer Ermutigung, die sein Selbstwertgefühl gestärkt hätten: „So habe ich auch Prüfungen geschafft.“
Klaus Engling mit Ronny Stephan (im Hintergrund Thomas Röttger)
Klaus Engling mit Ronny Stephan (im Hintergrund Thomas Röttger)

Weitere Erfolge der heilpädagogischen Arbeit in 28 Arbeitsjahren kamen auch zur Sprache: So bewährt sich ein Ehemaliger aus der Linerhaus-Schülerhilfe-Arbeit jetzt als Übersetzer in Liverpool bei einem internationalen Wirtschaftsverband. Ein anderer ist in der Schweiz als Pilot tätig.

Klaus Engling als ClownKlaus Engling kann stolz auf seine Lebensleistung sein. Er war „der richtige Mann am richtigen Ort“, wie ihm bescheinigt wurde. Heute denkt er noch lange nicht an das Ende seiner heilpädagogischen Ambitionen. Die Abschiedsfeier im Linerhaus endete nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit einem Doppelpunkt: Der Menschenfreund schlüpfte noch einmal in seine Lieblingsrolle. Er verwandelte sich in einen Clown (Foto) und brachte die festliche Runde zum Lachen und Nachdenken. Das wird im Celler Land noch oft so erlebt werden können. Das „Multitalent“ bleibt den Menschen nah.

Klaus Engling als Clown