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MS-Heim verabschiedet Leitungsteam in den Ruhestand


Im Rahmen einer Feier im MS-Heim des Linerhauses verabschiedet Stiftungsleiter Gerhard Ney Heimleiterin Gisela Bind
und Pflegedienstleiterin Karin Bünger in den Ruhestand (v.l.n.r.).

Im Rahmen einer großen Feier wurden am vergangen Mittwoch, den 21.11.2012, im Wohn- und Pflegeheim für Multiple-Sklerose-Kranke die Heimleiterin Gisela Bind und die Pflegedienstleiterin Karin Bünger in den Ruhestand verabschiedet.

In seiner Rede ließ Stiftungsleiter Gerhard Ney die zusammen genommen 54 Berufsjahre der beiden Frauen bei der Stiftung Revue passieren und dankte ihnen für ihre kompetente und fleißige Mitarbeit und ihre offene und herzliche Art. „Wir werden Sie sehr vermissen!“ betonte Ney vor rund 100 Gästen und sprach beiden seine guten Wünsche für den neuen Lebensabschnitt aus. Neben den Bewohnern und Mitarbeitern des Hauses, Familienangehörigen und zahlreichen Kollegen aus allen Arbeitsbereichen der Stiftung waren auch langjährige Kooperationspartner des MS-Heims gekommen: Therapeuten, Ärzte und Apotheker, Ehrenamtliche und Freunde.

Gisela Bind begann ihre Arbeit bei der Stiftung Linerhaus 1981, zunächst als Leiterin einer Tagesgruppe für Kinder. Ab 1983 war sie maßgeblich am Aufbau der überbetrieblichen Ausbildung zur Hauswirtschafterin beteiligt und leitete diesen Bereich bis zu dessen Einstellung 2006. Mit der dann folgenden Aufgabe als Leiterin des MS-Heims übernahm sie einen völlig neuen Arbeitsbereich und bewies viel Flexibilität und Einsatz.

Karin Bünger kam 1989 als Altenpflegerin ins MS-Heim der Stiftung. Schnell zeigte sich ihre Gradlinigkeit und Zuverlässigkeit sowie ihr Engagement für die Bewohner, so dass sie zunächst zur Wohngruppenleitung und dann zur stellvertretenden Pflegedienstleitung aufstieg. 2008 wurde sie schließlich Pflegedienstleiterin.

In seiner Abschiedsrede würdigte Gerhard Ney die Verdienste von Gisela Bind und Karin Bünger: „Sie beide haben sich den Auftrag zu eigen gemacht, den Bewohnern ein neues Zuhause zu gestalten. Auf Bewohner zu gehen, viel Zeit für sie haben durch gute Organisation, ihnen möglichst optimale Pflege bieten, Feste organisieren und mitfeiern, Kontakt zu allen wichtigen Partnern des Hauses halten und dabei ein grundsätzlich offenes und loyales Verhältnis zur Stiftung und zur Stiftungsleitung zu pflegen: dafür ganz herzlichen Dank. Sie haben es immer wieder geschafft, dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen. Das zeigt auch unsere regelmäßige Bewohnerbefragung: 97% von ihnen geben an, dass sie ein neues Zuhause gefunden haben und sich sehr wohl fühlen.“

Seinen Dank sprach der Stiftungsleiter Karin Bünger zudem für ihr jahrelanges Engagement in der Mitarbeitervertretung aus: „Sie haben sich nicht damit begnügt, nur zu klagen, sondern haben nach konstruktiven Wegen gesucht. Das habe ich sehr geschätzt“.

Eine besondere Anerkennung ihrer Arbeit stellt die Verleihung des Goldenen Kronenkreuzes an Gisela Bind und Karin Bünger da. Das Kronenkreuz ist das Zeichen des Diakonischen Werkes, dem die Stiftung angehört, und es wird für über 25jährige Mitarbeit in der Diakonie verliehen. Während Gisela Bind bereits das Kronenkreuz besitzt wurde es Karin Bünger im Rahmen der Abschiedsfeier durch Superintendent i.R. Bodo Wiedemann überreicht. In seinen Worten zur Verleihung erläuterte er die Bedeutung des Zeichens, das aus den Anfangsbuchstaben der Inneren Mission besteht und zugleich aus Kreuz und Krone. Während das Kreuz auf Not und Tod hinweise, stehe die Krone für Hoffnung und Auferstehung, so Wiedemann. „Beides ist Bestandteil der Arbeit in diesem Haus, und manchmal mag es einem auch bange ums Herz werden, wenn man an die denkt, für die man arbeitet, für die es häufig keine Besserung gibt.“


Wie zuvor schon Gisela Bind erhält Karin Bünger
von Superintendent i.R. Bodo Wiedemann
das Goldene Kronenkreuz,
die höchste Auszeichnung des Diakonischen Werkes
für langjährige Mitarbeit in der Diakonie.

Für einen angenehmen musikalischen Rahmen sorgte Philine Ney mit Gesang am Flügel. Mit Stücken wie „Wind of change“, „What a wonderful world“ und „It’s my life“ traf sie die Atmosphäre des Abschieds mit seiner Zwiespältigkeit: mit der Freude über die neue Freiheit im Ruhestand und dem Dank für die gemeinsame Zeit wie auch mit der Wehmut und Traurigkeit.

Bewohner und Mitarbeiter verabschiedeten sich mit musikalischen Beiträgen und in Gedichtform von ihrem Leitungsteam und wünschten alles Gute.


Das neue Leitungsteam zusammen mit Bewohnern des MS-Heims:
Kirstin Schalk, Caro Gasch, Ute Götze und Eckhard Mähling
(stehend v.l.n.r.).

Den Dank gaben die beiden ihrerseits zurück: „Ich werde den gemeinsamen Alltag vermissen mit den wunderbaren Mitarbeitern und Bewohnern“, war sich Karin Bünger sicher. „Danke für alles, was ich heute erhalten habe.“ Gisela Bind wandte sich besonders an die Bewohner: "„Ich habe hier mit euch gute Erfahrungen machen dürfen. Die Bewohner haben mir gezeigt, wie es richtig war, und manchmal auch, wenn ich nicht richtig lag. Herzliches Dankeschön an alle“.

Am Ende der Abschiedsfeier richtete Gerhard Ney den gemeinsamen Blick in die Zukunft: „Ab morgen wird es ernst für sie, die Mitarbeiter des neuen Leitungsteams: Eckhard Mähling als Heimleiter, Ute Götze als Pflegedienstleitung, Caro Gasch als stellvertretende Pflegedienstleitung und Kirstin Schalk für die Tagesförderstätte“.

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