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Einsatz auf Probe mit Schutzanzug und Löschfahrzeug
Kinder der Stiftung Linerhaus besuchen Freiwillige Feuerwehr in Lachendorf

Schwer drückt die große Schutzjacke auf den Schultern. Chris-Tim zieht den Helm tief ins Gesicht. Als das große Einsatzfahrzeug sich in Bewegung setzt schauen er und die anderen Kinder fasziniert aus dem Fenster: „Bereit für den Einsatz!“ rufen sie und rücken in Gedanken aus zum Retten, Schützen, Bergen und Löschen.

Acht Jungen und Mädchen des Jugendhilfeprojektes Lachendorf besuchten Ende September die örtliche Freiwillige Feuerwehr und lernten viel über die vielfältigen Aufgaben: „Wir löschen nicht nur Brände sondern sind auch bei Überschwemmungen oder Autounfällen im Einsatz“, erzählte Michael von der Ahe. Er ist einer der drei Gruppenführer der Lachendorfer Feuerwehr, bei der sich rund 70 Feuerwehrleute aktiv engagieren. Der ehrenamtliche Einsatz ist wichtig für die Sicherheit von Mensch und Umwelt. Immerhin gehören die Lachendorfer Wälder zu den brandgefährdetsten Gebieten in Deutschland.


Spielfeld

„Wenn ihr in die Schule geht habt ihr immer nur die Sachen im Ranzen, die ihr an dem jeweiligen Tag braucht. Unsere Einsatzwagen dagegen sind jederzeit für alle Aufgaben gewappnet“, sagte der Gruppenführer und erklärte den staunenden Kindern die verschiedenen Geräte: Den Scherspreitzer, mit dem nach Unfällen Insassen aus Autos herausgeschnitten werden können. Eine Pumpe, die einerseits bei Überschwemmungen 800 Liter Wasser pro Minute ziehen, andererseits aber auch Schaum herstellen kann zur Bekämpfung von Bränden. Und einen Generator: „So haben wir immer unseren eigenen Strom dabei“, erklärte Michael von der Ahe. „Das ist wichtig, denn zu unserer Sicherheit betreten wir Feuerwehrleute Gebäude erst, wenn der Strom dort abgestellt ist.“ Er deutete auf die schwere Jacke, die Chris-Tim immer noch trug: „Auch die Schutzkleidung der Feuerwehrleute ist für die verschiedenen Einsätze geeignet. Ein Feuerwehrmann braucht einen Helm mit Visier, um sein Gesicht zu schützen, eine Feuerwehrjacke, die ihn vor Wasser, Feuer und Hitze schützt. Außerdem Handschuhe, Hose und Schuhe mit Stahlkappen und dicken Sohlen, die auch rostige Nägel und Säure abhalten.“ Ein spannendes Thema für die Mädchen und Jungen der Stiftung Linerhaus war auch die Jugendfeuerwehr, bei der Kinder und Jugendliche spielerisch mit den Aufgaben der Feuerwehr vertraut gemacht werden und an Freizeitangeboten teilnehmen. Das Jugendhilfeprojekt Lachendorf bedankte sich herzlich beim Gruppenführer Michael von der Ahe für den spannenden Nachmittag mit vielen Eindrücken vom wichtigen Einsatzgebiet der Feuerwehr.

Mehr Informationen über die Freiwillige Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr Lachendorf beim Ortsbrandmeister Dieter Seiler unter der Telefonnummer 05145 - 2976.