Wohn- und Pflegeheim für Multiple-Sklerose-Erkrankte der Stiftung Linerhaus

Im Wohn- und Pflegeheim für Multiple-Sklerose-Erkrankte der Stiftung Linerhaus leben 24 Bewohnerinnen und Bewohner in familiärer Atmosphäre. Fast alle sind auf den Rollstuhl angewiesen und bedürfen aufgrund von spastischen Lähmungen und anderer neurologischer Beeinträchtigungen der Betreuung und Pflege in unserer stationären Einrichtung.

Bei der Multiplen Sklerose handelt es sich um eine chronische Erkrankung von Hirn und Rückenmark. Der Name kommt von multiple = viele und skleros = Verhärtungen. Damit sind Endzündungsherde im Zentralen Nervensystem gemeint, die zu neurologischen Störungen führen.

„Die Würde des Menschen ist ein lebenslang zu gewährender Schutzraum.“
Das ist der Kern unserer ganzheitlichen Pflege und Betreuung im MS-Heim mit dem Ziel, die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrer Selbständigkeit und gesellschaftlichen Teilhabe zu stärken. Unser Konzept ist fokussiert auf die Förderung und Erhaltung der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit der BewohnerInnen.
Der Prozess der Begleitung ist immer auch eine persönliche Begegnung und Beziehung, bei der die Haltung von Partnerschaftlichkeit und Respekt vor der Persönlichkeit geprägt sein muss.

Der ganzheitliche und aktivierende Pflege- und Betreuungsprozess ist eingebettet in ein detailliertes Verfahren zur Feststellung des individuellen Hilfebedarfs und geschieht auf der Grundlage einer gut dokumentierten Hilfeplanung. Sie verbindet die Pflegeplanung mit den fördernden und tagesstrukturierenden Maßnahmen, damit die BewohnerInnen sich geborgen und behütet fühlen und gleichzeitig auch integriert und angeregt. In einer Atmosphäre, die geprägt ist von Ruhe, Akzeptanz und Humor, möchten wir den BewohnerInnen ein „Zuhause-Gefühl“ vermitteln. In diesem Zuhause erfahren sie liebevolle Nähe, Empathie und Wertschätzung, Vertrauen, Geborgenheit und Trost sowie Sensibilität für ihre individuellen Biographien.

Die Bewohnerinnen und Bewohner werden gezielt am Heimgeschehen beteiligt, bei der individuellen Hilfeplanung und bei der Gestaltung des sozialen, gemeinschaftlichen Lebens. Dazu gehören auch Angelegenheiten des Heimbetriebs, die sie durch ihr Mitwirkungsrecht über den Heimbeirat mitgestalten können.

In der heiminternen Tagesförderstätte (Tafö) nehmen die BewohnerInnen an abwechslungsreichen Angeboten teil. Hier können sie sich vielfältige Lern-, Erfahrungs- und Erlebniswelten erschließen sowie ihre Potentiale und Vorlieben entdecken.

Die BewohnerInnen haben freie Arzt- und Therapiewahl. Wenn sie es wegen der eingeschränkten Mobilität wünschen, können sie im MS-Heim ein festes Team von ÄrztInnen und TherapeutInnen in Anspruch nehmen, die von niedergelassenen Praxen ins MS-Heim kommen.